Warum fühlt sich alles teurer an – obwohl die Zahlen etwas anderes sagen?
Viele merken im Alltag, dass Geld weniger reicht: Miete, Lebensmittel, Energie. Gleichzeitig wirken offizielle Inflationsraten oft harmlos.
Sie wirkt leise – und für jeden anders.
Je nach Ausgaben, Zeit und Lebenssituation.
Der Rechner unten macht genau das sichtbar: wie sich Inflation über Jahre auf die reale Kaufkraft eines Betrags auswirkt.
Kaufkraft & Inflationsrechner
Berechne, wie stark Inflation deine Kaufkraft über die Jahre reduziert – klar, ohne Schönrechnung.
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Eingaben
Ergebnis
Reale Kaufkraft nach — Jahren
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- Kaufkraftverlust
- —
- Verlust in %
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Dieser Verlust entsteht allein durch Inflation – auch wenn du dein Geld einfach behältst.
Zielbetrag (gleiche Kaufkraft)
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So viel brauchst du in — Jahren für die gleiche Kaufkraft wie heute.
Realzins p.a. (Nominalzins − Inflation)
—
Optional: gib einen Nominalzins an.
Visualisierung
Hinweis: Dies ist ein Rechenmodell. Ergebnisse sind Näherungen und keine Finanz- oder Steuerberatung.
Warum Inflation sich im Alltag schlimmer anfühlt als „offiziell“
Viele Menschen haben gerade das gleiche Gefühl – ohne es genau benennen zu können:
Die Inflation soll sinken – doch im Alltag wird nichts billiger.
Das liegt nicht daran, dass Zahlen falsch sind, sondern, daran was sie messen – und was nicht.
Offizielle Inflation misst Durchschnitt – nicht deinen Alltag
Wenn Miete, Energie und Lebensmittel dein Budget dominieren, fühlt sich dieser „Durchschnitt“ schnell fremd an.
Inflationsraten wie CPI oder HICP basieren auf einem Durchschnittskorb:
- Wohnen
- Energie
- Lebensmittel
- Dienstleistungen
Statistisch korrekt – aber emotional oft daneben.
Dieser Korb ist statistisch korrekt.
Aber niemand lebt exakt diesen Durchschnitt.
Wer viel für Miete, Energie oder Lebensmittel ausgibt, spürt Inflation stärker.
Wer andere Ausgaben hat, merkt sie weniger.
Inflation trifft nicht alle gleich.
Warum „sinkende Inflation“ trotzdem teuer bleibt
Wenn von „sinkender Inflation“ die Rede ist, heißt das nur eines:
Preise steigen langsamer – sie gehen nicht zurück.
Ein Brot, das von 2 € auf 3 € gestiegen ist,
bleibt teuer – auch wenn die Inflation offiziell „niedrig“ ist.
Deshalb fühlt sich Entlastung oft unsichtbar an.
Kerninflation erklärt, warum es sich hartnäckig anfühlt
Die sogenannte Kerninflation blendet Energie und Lebensmittel aus.
Sie zeigt, warum Dienstleistungen, Mieten und Alltagskosten weiter steigen – selbst wenn Energiepreise fallen.
Genau das sind die Ausgaben, die man kaum vermeiden kann.
Wenn diese hoch bleibt, bedeutet das:
- Dienstleistungen werden teurer
- Mieten steigen weiter
- Kosten bleiben „eingebrannt“
Das erklärt, warum viele sagen:
„Es hört einfach nicht auf.“
Reallohn: Warum mehr Gehalt trotzdem weniger reicht
Steigt dein Gehalt langsamer als die Preise,
sinkt dein Reallohn – auch ohne Gehaltskürzung.
Du verdienst nominal mehr,
Auf dem Papier verdienst du mehr – im Alltag bleibt oft weniger übrig.
Warum dieser Rechner hilft, Inflation einzuordnen
Dieser Rechner übersetzt abstrakte Prozentzahlen in Kaufkraft:
- Er zeigt, wie viel Kaufkraft dein Geld real verliert.
- Er macht sichtbar, wie Inflation über Zeit wirkt.
- Er ordnet ein, was nötig wäre, um Werte zu erhalten.
Er zeigt nicht, was passieren wird – sondern, was bereits passiert ist.
Keine Prognosen. Keine Panik. Nur Einordnung.
Häufige Fragen & Missverständnisse zur Inflation
Viele Menschen sind verunsichert, weil Inflation im Alltag oft anders wirkt als in Statistiken. Hier findest du ruhige, verständliche Antworten – ohne Schönrechnung und ohne Druck.
Wahrnehmung vs. Statistik
Warum fühlt sich die Inflation oft höher an als die offizielle Rate?
Weil die offizielle Rate ein Durchschnitt ist. Dein Alltag kann davon abweichen – besonders wenn Miete, Energie oder Lebensmittel bei dir einen großen Anteil haben.
Das heißt nicht, dass “die Statistik lügt” – sondern dass dein persönlicher Warenkorb anders ist als der Standard.
Was bedeutet „sinkende Inflation“ – werden Preise dann wieder billiger?
Sinkende Inflationsrate heißt: Preise steigen langsamer. Es bedeutet nicht automatisch, dass Preise fallen. Ein hohes Preisniveau kann bleiben – nur der Anstieg wird flacher.
Warum passt der statistische Warenkorb nicht zu meinem Leben?
Der Warenkorb ist standardisiert, damit man Entwicklungen vergleichbar messen kann. Dein Konsum ist individueller. Wenn du z. B. viel Miete zahlst, wenig Technik kaufst oder kaum substituierbare Ausgaben hast, kann sich die reale Teuerung stärker anfühlen.
Ist der Rechner “Angstmache”?
Nein – bewusst nicht. Dieser Inflationsrechner soll Transparenz schaffen, nicht Druck. Er macht Effekte sichtbar, damit du sie einordnen kannst – ohne Empfehlungen und ohne Panik.
Was ist der Unterschied zwischen Preisniveau und Inflationsrate?
Inflationsrate ist die Veränderung pro Zeit (z. B. pro Jahr). Preisniveau ist der “Stand” der Preise insgesamt. Auch wenn die Rate sinkt, kann das Niveau bereits deutlich höher sein als früher.
Kaufkraft, Sparen & Zukunft
Was bedeutet Kaufkraftverlust konkret?
Kaufkraftverlust heißt: Mit dem gleichen Betrag kannst du dir später weniger leisten als heute. Der Betrag bleibt nominal gleich – aber seine Wirkung im Alltag wird kleiner.
Was passiert, wenn ich nichts mache? (Preset: Untätigkeit)
Wenn Geld unverzinst bleibt, sinkt seine reale Wirkung schleichend. Pro Jahr wirkt es oft klein – über viele Jahre wird es sichtbar. “Nichts tun” ist dabei keine Moralfrage – es ist einfach eine Entscheidung mit messbarer Folge.
Ist Sparen bei Inflation überhaupt sinnvoll? (Preset: Sparen)
Sparen kann sinnvoll sein – aber die Frage ist: Wie steht der Zins (oder die Rendite) im Verhältnis zur Inflation? Liegt der Zins dauerhaft darunter, verliert das Geld real an Wert.
- Wenn Zins < Inflation → reale Kaufkraft sinkt.
- Wenn Zins ≈ Inflation → reale Kaufkraft bleibt eher stabil.
- Wenn Zins > Inflation → reale Kaufkraft kann steigen.
Warum wirkt Inflation bei Gehalt anders? (Preset: Gehalt)
Entscheidend ist der Unterschied zwischen nominalem Gehalt und realer Wirkung. Wenn dein Gehalt steigt, aber die Preise schneller steigen, sinkt der Reallohn. Der Rechner hilft, diese Lücke sichtbar zu machen.
Wie zuverlässig sind historische Vergleiche? (Preset: Historisch)
Historische Werte helfen bei der Einordnung, sind aber kein Versprechen für die Zukunft. Der Rechner ist ein Modell: Er zeigt Zusammenhänge und Größenordnungen – keine Prognose.
Hinweis zur Einordnung: Der Inflationsrechner ist ein Modell, keine Prognose. Verstehen ist der erste Schritt – nicht Reaktion.